Warum ist Biomasse Klimafreundlich?

"Unter dem Begriff Biomasse versteht man alle organischen Stoffe biogener, nicht fossiler, Art und umfasst also in der Natur lebende und wachsende Materie und daraus resultierende Abfallstoffe, sowohl von der lebenden als auch schon abgestorbener organischer Masse". (ÖNORM M 7101)

Eine weitere Definition und Beschreibung von Biomasse findet man auf natürlich auf Wikipedia:

So weit, so technisch. Oft ist von Biomasse die Rede, wenn wir über erneuerbare Energieträger reden. Aber warum ist Biomasse klimafreundlich und wo ist der Unterschied zu fossilen Energieträgern?

Biomasse ist chemisch gebundene Sonnenenergie. Bei der Photosynthese der Pflanze wird Sonnenlicht und aus der Luft gebundenes Kohlendioxid (CO2) in organische Substanz umgewandelt. Bei der Verbrennung von Holz, Pflanzen, organischen Abfällen bzw. von deren Folgeprodukten wird diese gespeicherte Energie wieder freigesetzt. Dabei entsteht nur soviel CO2, wie die Pflanze im Laufe Ihres Lebens aufgenommen hat. Biomasse verbrennt also CO2-neutral.

Sonne + CO2 = Biomasse
Biomasse = Energie + CO2

Biomasse - CO2-Kreislauf

Die in der Biomasse gespeicherte Sonnenergie kann in vielfältiger Form genutzt werden – zur Wärmeproduktion, zur Herstellung von Biokraftstoffen, zur Stromerzeugung. Rund 10 % des österreichischen Bruttoinlandsenergieverbrauchs werden derzeit durch Biomasse abgedeckt, wobei die Wärmenutzung eindeutig dominiert. Das Heizen mit Holz spielt also eine große Rolle: Die Bandbreite reicht hier von Einzelöfen, automatischen Kleinfeuerungen (Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz), Kachelöfen bis zu Heizwerken, die einzelne Gebäude oder ganze Nah- bzw. Fernwärmenetze speisen. Mehr als zwei Drittel der Biomasse werden in diesem Niedertemperaturbereich, also vornehmlich zur Erzeugung von Raumwärme genutzt. Mehr dazu finden Sie auf der Website des Biomasseverbandes.

Die bei der Verbrennung von Biomasse entstehende Wärme kann darüber hinaus verwendet werden, um Dampf zu erzeugen, der eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt. Neben dieser Technik gibt es auch verschiedene andere Verfahren der Elekrizitätserzeugung aus Biomasse (ORC-Prozess, Stirlingmotor, Holzvergasung). Über eine Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) kann bei allen diesen Prozessen Wärme und Strom genutzt werden.

Natürlich ist es interessant zu wissen, wie viel Öl kann ich mit Holz einsparen? Als Faustregel kann hier genannt werden:
1 Liter Öl ~ 2,5 kg Holz

Zum Beispiel: im Biomassekraftwerk Heiligenkreuz werden pro Jahr etwa 120.000 Tonnen Holz verbrannt, dies entspricht rund 48 Millionen Liter Erdöl.

1 Kommentar

2,5kg Holz = 1l

von klaus-martin meyer, 03.10.08 um 15:03 Uhr

2,5kg Holz = 1l Öl diese Faustformel ist ab sofort gespeichert. bin erstaunt, hätte mir ein viel größeres ungleichgewicht zuungunsten des Holz vorgestellt.

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