Biomassekraftwerk Heiligenkreuz – ein echter Meilenstein

In Heiligenkreuz im Lafnitztal (südl. Burgenland) wurde im Juni 2006 das damals größte Biomassekraftwerk des Burgenlandes in Betrieb genommen und befindet sich seit Dezember 2006 im Regelbetrieb. Jährlich werden rund 120.000 Tonnen regionales Waldhackgut mit einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Ökostrom und Wärme umgewandelt. Im Volllastbetrieb sollen pro Jahr ca. 80 Gigawattstunden Ökostrom in das Netz der BEWAG eingespeist und ca. 92 Gigawattstunden Wärme erzeugt werden. Mit dieser Menge können etwa 25.000 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden. Die erzeugte Wärme wird zur Gänze als Prozessdampf in einem benachbarten Industriebetrieb verwertet.

Anteil des Biomasse Kraftwerk Heiligenkreutz an der Ökostromproduktion im Burgenland
Das Biomassekraftwerk Heiligenkreuz hatte im Geschäftsjahr 2006/07 (1.10.2006 – 30.9.2007) einen Anteil von 36 % an der gesamten Ökostromproduktion (175,4 Millionen kWh) aus Biomasse im Burgenland.

KW-HeiligenkreuzIm Biomassekraftwerk Heiligenkreuz wird eine stationäre Wirbelschichtfeuerung eingesetzt. Der Brennstoff wird hier mittels Druckluftdüsen in Schwebe gehalten. Somit können die Hackschnitzel an jeder Seite anbrennen, und es wird ein hoher Verbrennungsgrad erreicht. Ein großer Vorteil der stationären Wirbelschichtfeuerung ist die hohe Flexibilität der Korngröße und des Wassergehalts des eingesetzten Biomassebrennstoffs. Weiters ist es auch möglich Mischungen verschiedener Biomassearten zu verwenden.

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