Rohstoffbeschaffung für das Biomassekraftwerk Heiligenkreuz

Wie und woher kommt denn all das Holz her? Diese Frage hört man oft, wenn man über Biomassekraftwerke spricht.
Und tatsächlich: Bei einem Jahresverbrauch von 120.000 Tonnen lutro (=luftgetrocknet) Hackgut ist die Holzlogistik ein sehr wesentlicher Part. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, muss der Rohstoff
  • zur richtigen Zeit
  • in der richtigen Menge
  • in der richtigen Qualität
  • am richtigen Ort verfügbar sein.
Wie funktioniert das nun in Heiligenkreuz:

Befüllung des stationären HackersEtwa 90 % des Rohstoffes werden als Rundholz angeliefert, ca. 10 % bereits als Hackgut. Das Rundholz wird in einem stationären Hacker zu Hackgut verarbeitet. Dieser Hacker kann im Hochbetrieb bis zu 500 Schüttraummeter (srm) pro Stunde hacken. Der Stammdurchmesser des zu hackenden Rundholzes kann bis zu 90 cm betragen.

Der Lagerplatz des Biomassekraftwerks Heiligenkreuz verfügt über einen eigenen Bahnanschluss, ca. 25 % der eingesetzten Holzmenge werden per Bahn angeliefert, der Rest erfolgt per LKW. Vereinzelt werden auch kleinere Mengen per Traktor angeliefert. Die gesamte Logistik wird von unserem Partner Papierholz Austria abgewickelt. Die Papierholz Austria hat Verträge mit diversen (österreichischen und ungarischen) Forstverwaltungen, dem burgenländischen Waldverband, den Esterházy Betrieben und Privatwaldbesitzern.

Lagerplatz Biomassekraftwerk HeiligenkreutzDer Lagerplatz am Biomassekraftwerk Heiligenkreuz besitzt eine Kapazität von fast 40.000 Tonnen lutro. Derzeit lagern rd. 33.000 Tonnen lutro, diese Menge würde bei einem totalen Lieferausfall für etwa 3,5 Monate reichen. Das ist ein bedeutsamer Vorteil gegenüber anderen Kraftwerken, wo die Lagerkapazität nur für einige Tage reicht und daher ständig just-in-time geliefert werden muss.

Interessant ist natürlich auch, welche Rückstände der Rohstoff nach der Verbrennung verursacht. Die im Biomassekraftwerk Heiligenkreuz eingesetzte Wirbelschichttechnologie arbeitet äußerst effizient, daher bleiben vom gesamten Rohstoffeinsatz nur rd. 1 % Asche übrig.

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