Energiezentrale Frauenkirchen – ein Modell für die Zukunft

Bild: Entwurf - SeewinkelthermeIn Frauenkirchen entsteht derzeit die viel beachtete Seewinkel-Therme (Bild: Entwurf, Quelle: Wibag). Hier wird eine Tagestherme für 1.000 Tagesgäste sowie einem direkt angeschlossenen 4*-Hotel mit zirka 150 Zimmern mit eigenem Hotel-SPA Bereich errichtet. Beim Bau wurde - wie in den Medien berichtet - bereits die Hälfte der Bauzeit erreicht. Ende 2009 soll die Therme eröffnet werden.
80 Millionen Euro werden in das Projekt investiert. Die Therme soll rund 200 neue Jobs bringen. Neben der hohen regionalwirtschaftlichen Bedeutung dieses Projekts ist für uns natürlich die Energieversorgung relevant. Und hier entstehen durchaus interessante Perspektiven.

Mais_Chart_TextSeitens BEWAG und BEGAS war ursprünglich geplant, die Energieversorgung der Seewinkel-Therme durch eine Biogasanlage auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen (wie Mais und Stroh) sicherzustellen. In den vergangenen 12 Monaten waren allerdings die Rohstoff-Preise an den Börsen extremen Schwankungen ausgesetzt; so stieg der Mais-Preis innerhalb eines Jahres um über 140 % (Chart: Börsenpreis Mais, Quelle: http://www.boerse-go.de/rohstoffe). Dies hat zu Verunsicherungen und zu Spekulationen bei Produzenten und Händlern geführt, welche zum Abschluss von mehrjährigen Rohstoff-Lieferverträgen nicht bereit waren. Diese Verträge sind jedoch eine Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb von Biogasanlagen.

Zur Versorgung der Seewinkel-Therme mit Wärme, Kälte und teilweise Strom wurde daher in Zusammenarbeit mit den Experten der VAMED ein neues energieeffizientes Konzept entwickelt. Das Herzstück dieses innovativen Projekts sind Wärmepumpen, die Abwärme in Nutzwärme und Kälte umwandeln. Der Strom für diese Anlagen wird großteils wiederum mit einer Kraft-Wärme-Kopplung (auf Basis Erdgas) in der Energiezentrale selbst hergestellt.

Durch die Nutzung der Abwärme mittels Wärmepumpen wird die Energie-Effizienz der Seewinkel-Therme wesentlich erhöht. Über die Vertragslaufzeit (15 Jahre) können somit ca. 11 Millionen Liter Heizöl bzw. 30.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Dieses Energiekonzept hat bereits Interesse bei anderen Betreibern hervorgerufen und ist sicherlich auch ein erfolgsversprechendes Geschäftsmodell der BEWAG für die Zukunft.
Die Verträge für das gegenständliche Projekt wurden im Oktober 2008 unterschrieben. Die bauliche Umsetzung erfolgt im Kalenderjahr 2009.

Kommentar verfassen


(optional)

Link zu Ihrer Website, Blog, Profil etc.



 

Bewerben Sie Ihr Unternehmen auf dem Ökocenter