Vorurteil Nr. 2
von Christoph Tobitsch, 28.10.09 um 15:09 Uhr, 1 Kommentar, Kommentar verfassen
"Jetzt bin ich 200 km gefahren und die Batterie ist leer. Wie soll ich jetzt nach Caorle kommen? Der ganze Urlaub ist hinüber, jetzt komme ich schon genervt in Italien an. Nie wieder fahre ich mit einem E-Auto."
Vorurteil Nr. 2:
"Die Reichweite dieser E-Fahrzeuge ist nicht akzeptabel. Ich brauche ein Auto, dass mindestens 800 km am Stück fahren kann."
Jetzt meine Frage: Wie oft fahren Sie 800 km am Stück? Wie wäre es mit dem Vorschlag, bis zum nächstgrößeren Bahnhof das (E-)Fahrzeug benutzen und die restliche Wegstrecke im Zug hinter sich bringen? Ja, ich weiß, der Zug hat "immer" Verspätung oder kommt gar nicht - gute Ausrede - im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit zieht sie aber nicht.
Studien belegen, dass 90% aller Fahrten kürzer als 40 km sind (natürlich auf den Durchschnitt gerechnet). Das Fahrzeug steht 22 bis 23 Stunden am Tag still, ist also eher ein "Steh- oder Stillstehzeug".
In dieser Abbildung sehen Sie das Fahrtenprofil von Familie Österreicher. Es zeigt, dass unser "Stehzeug" beim Kauf auf Spitzenlast ausgelegt wird, die wir etwa an 5 bis 10 Tagen im Jahr benötigen.
Warum gehen Sie Strecken unter z.B. 3 km nicht zu Fuß oder benutzen das Fahrrad (egal ob elektrisch oder nicht)? Ach ja, nach einem 10 Stunden-Sitzmarathon im Büro sind wir zu müde, Bewegung schadet dann den müden Knochen - lieber ab ins Auto und losfahren.
FAZIT: Wird die Reiseplanung nur geringfügig geändert, werden Reichweiten über 200 bis 250 km uninteressant; auch das Auto mal öfter stehenlassen (das kann es am besten), und die ursprünglichste Art der Mobilität nutzen - per pedes.
Bin ich zu kritisch? Ja? Sehr gut, dann habe ich schon jemanden zum Nachdenken angeregt.
Vorurteil Nr. 2:
"Die Reichweite dieser E-Fahrzeuge ist nicht akzeptabel. Ich brauche ein Auto, dass mindestens 800 km am Stück fahren kann."
Jetzt meine Frage: Wie oft fahren Sie 800 km am Stück? Wie wäre es mit dem Vorschlag, bis zum nächstgrößeren Bahnhof das (E-)Fahrzeug benutzen und die restliche Wegstrecke im Zug hinter sich bringen? Ja, ich weiß, der Zug hat "immer" Verspätung oder kommt gar nicht - gute Ausrede - im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit zieht sie aber nicht.
Studien belegen, dass 90% aller Fahrten kürzer als 40 km sind (natürlich auf den Durchschnitt gerechnet). Das Fahrzeug steht 22 bis 23 Stunden am Tag still, ist also eher ein "Steh- oder Stillstehzeug".
Warum gehen Sie Strecken unter z.B. 3 km nicht zu Fuß oder benutzen das Fahrrad (egal ob elektrisch oder nicht)? Ach ja, nach einem 10 Stunden-Sitzmarathon im Büro sind wir zu müde, Bewegung schadet dann den müden Knochen - lieber ab ins Auto und losfahren.
FAZIT: Wird die Reiseplanung nur geringfügig geändert, werden Reichweiten über 200 bis 250 km uninteressant; auch das Auto mal öfter stehenlassen (das kann es am besten), und die ursprünglichste Art der Mobilität nutzen - per pedes.
Bin ich zu kritisch? Ja? Sehr gut, dann habe ich schon jemanden zum Nachdenken angeregt.






Kritisch?
von ein ökologisch denkender student, 28.10.09 um 19:01 Uhr
Kann man im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit zu kritisch sein? Meiner Meinung nach NEIN!
Toll, dass sich die BEWAG bei E-Mobilität engagiert, auch Stromautarkie und Energieautarkie sind lobenswert und sollten vollste Unterstützung genießen!
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