Heizen wird teurer - Wärmedämmung noch wichtiger

Nahezu alle Medien haben es dieser Tage im Blatt: Heizen wird teurer! Vor allem die Öl- und Gaspreise schießen weiter in die Höhe.

Krone Cover: Heizen wird teurer
Cover: der Kronenzeitung vor einigen Tagen

Der Standard Online hat die aktuellen Zahlen zusammengefasst.
Die meisten österreichischen Haushalte heizen nach wie vor mit Öl und Gas. Laut Daten der Statistik Austria werden mehr als 955.000 Wohnungen mit Erdgas geheizt, gefolgt von Öl (rund 876.300). Auch im Burgenland ist der Anteil der Ölheizungen noch beträchtlich.
Der Preis für Heizöl ist in zwei Jahren um 30 Prozent gestiegen.

Das Zeitalter der billigen fossilen Energie ist wohl vorbei, und neben dem Umstieg auf erneuerbare Energie, Fernwärme und der effizienten Wärmepumpe, wird die Wärmedämmung noch mehr an Bedeutung gewinnen. Auf die neue Wohnbauförderung hab ich schon zuletzt in einem Beitrag hingewiesen.

Eine gute Wärmedämmung senkt nicht nur die Heizkosten, sondern schützt auch die Bausubstanz, sorgt für ein behagliches Wohnklima und steigert den Wert der Immobilie. Mit einem Satz: die Wärmedammung ist eine gute Investition.

Beispiel: Wärmedämmung AussenwandHier noch ein Vergleich, der zeigt, dass durch Wärmedämmung der Raumwärmeverlust um den Faktor 4 bzw. 10 vermieden werden kann.

Beispiel Wärmedämmung - obere Geschossdecke Insbesondere bei Dämmung der obenen Geschossdecke ist enormes Einsparungspotential da.



Tipps zur Wärmedämmung gibt es wieder in einem Video:

4 Kommentare

Lüften im Winter

von Andreas Pinterits, 19.09.08 um 10:58 Uhr

Wie sieht es eigentlich mit Lüften im Winter aus? Ich habe mal davon gehört dass man eher besser kurz mit komplett offenen Fenstern lüften sollte als das Fenster stundenlang zu kippen. Gibt es da Erfahrungen dazu was die Heizkosten betrifft?

Stoßlüften vs. Dauerlüften

von Georg Günsberg, 19.09.08 um 11:35 Uhr

Ja, das stimmt sicher. Stoßlüften (also das Öffnen der Fenster in mehrern Räumen für paar Minuten) ist insb. in der kälteren Jahreszeit viel besser und effizienter. Es sorgt für den entsprechenden Abtransport "verbrauchter" Luft.
Das Dauerlüften ist da nicht so gut, weil dadurch auch wärmespeichernde Bauteile, insbesondere Wände, runtergekühlt werden. Umso mehr muss man dann wieder heizen. Insofern betrifft´s dann auch die Kosten.

Dämmung

von energy, 24.09.08 um 15:40 Uhr

Hallo!

Ich habe bei meinem Neubau einen 25er Pexider Ziegel und möchte auf diesen eine 16 cm WSF anbringen. Das sollte glaub ich reichen.

Im Obergeschoß habe ich eine Zangendecke unten mit Rigips 1,5 cm verkleidet.
Gedämmt wurde zwischen den Zangen mit einer 20er Glaswolle, drauf kamen 16er Stryroporplatten und eine 19mm starke Trittschutzplatte.

In einigen Monaten werden wir unsere Erdwärmepumpe in Betrieb nehmen.

Ich bin schon gespannt ob diese Dämmung auch seine Wirkung zeigt. Gibt es Erfahrungen mit Ähnlichen Bausubstanzen und Dämmungen. Vor allem würde mich der Verbrauch der Wärmepumpe bei einem Haus dieser Größe interessieren.

Beheizte Flächen in unserem Haus
KG: ca. 80m2
EG: ca 90m2
OG: ca. 90m2

gut gedämmt

von Josef Stocker, 25.09.08 um 16:20 Uhr

Klingt insgesamt sehr gut, jedoch fehlen für eine seriöse Abschätzung Ihrer Jahresenergiekosten wichtige Parameter in den Angaben, z.B.
* welches Wärmeabgabesystem (Fußbodenheizung, Wandheizung, Radiatoren, …) wird verwendet
* welches Wärmepumpensystem (Sole, Direktverdampfer, ….)
* die Auslegung des Erdkollektors
* die Kellerdämmung
* die Ausrichtung des Hauses (solare Gewinne), etc.

Eine wertvolle Hilfe bietet aber der Energieausweis Ihres Hauses. Darin ist der Heizungswärmebedarf des Gebäudes – Achtung nur Wohnnutzfläche meist ohne Keller – angegeben.

Der tatsächliche Energiebedarf hängt dann von der erzielten Jahresarbeitszahl der Heizungswärmepumpe ab. Der im Energieausweis angegebene Heizungswärmebedarf (ggf. Keller berücksichtigen) dividiert durch die Jahresarbeitszahl ergibt dann den voraussichtlichen Jahresenergiebedarf.

Die Jahresarbeitszahlen von Erdwärmepumpen bewegen sich üblicherweise zwischen 3,5 und 4,5.

Abschließend möchte ich noch bemerken, dass Ihr Haus eine sehr gute Wärmedämmung aufweist und sehr gute Voraussetzungen für den Einsatz einer Wärmepumpe bietet.

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