Ideal im Winter: Wärmeverluste identifizieren

Wenn es draußen stürmt und schneit, ist es noch wichtiger, die Heizungswärme in den eigenen vier Wänden zu halten. Sie entweicht gerne durch undichte Fenster, Türen oder schlecht gedämmte Decken oder Wände. Gerade jetzt ist die Thermografie als Technik gefragt, die Wärmeverluste aufspürt.
Schon vor einigen Wochen habe ich hier im Ökocenter über das Prinzip der Thermographie berichtet.

Thermografie - Beispielbild

Im Winter fühlen wir es manchmal sogar selber. Fenster sind undicht, es zieht, kostbare Wärme geht verloren. Die Wände fühlen sich kalt an. Das sind eindeutig Indikatoren dafür, dass etwas nicht stimmt. Da sich dies nicht nur auf unser Wohlbefinden, sondern auch auf die Heizkostenabrechnung auswirkt, gibt es gute Gründe, sich auf die Spur der Wärmeverluste zu begeben.
Besonders in Altbauten und Gebäuden mit schlechter Wärmedämmung kommt es zu großen Wärmeverlusten, die aber vermeidbar wären. Mit Thermographie kann man feststellen, wo und wie Energie im Haus oder in der Wohnung verloren geht?

Auf die Farbe kommt es an
Das Prinzip ist einfach. Alle Gegenstände und Materialien senden Wärmestrahlen aus. Diese Strahlen können mit einer Infrarotkamera sichtbar gemacht werden. Die kälteren Bereiche einer Wohnung werden auf den Bildern der Infrarotkamera durch Blau- und Grüntöne dargestellt, die wärmeren Segmente durch Gelb- und Rottöne. So kann man einen Heizkörper unter einem Fenster auf den Kamerabildern zum Beispiel in einem strahlenden Rot und ein zugiges Fenster darüber blau wahrnehmen. Kurz gesagt: An den unterschiedlichen Färbungen der Bilder erkennt man die wärmeren und kühleren Stellen im Haus und kann analysieren, wo die Wärme der Räume unerwünscht entweicht – bei den Fenstern, Türen, über die Decke oder durch die Wände. Dann können gezielt Maßnahmen gesetzt werden, um die „undichten“ Stellen zu sanieren.

Ideal im Winter
Damit Wärmeverluste in der Wohnung mittels Infrarotkamera punktgenau analysiert werden können, braucht es ideale Voraussetzungen: So macht eine thermografische Messung nur im Winter Sinn. Damit eine Kamera die Wärmesituation aussagekräftig abbilden kann, muss zwischen dem Gebäudeinneren und dem Außenbereich eine Temperaturdifferenz von mindestens 15 Grad Celsius vorliegen. Die Messungen sollten in der Dunkelheit und bei stabilen Wetterverhältnissen durchgeführt werden. Eine Infrarotkamera kann sowohl in den Gebäuden als auch im Freien Aufnahmen machen. Die Arbeiten dauern rund eine Stunde.

Mit Hilfe der Thermografie wird also ein genaues Bild über thermische Verluste ermittelt. Dazu wird der Istzustand mit der Kamera erfasst, die entsprechenden Daten werden gesammelt und ausgewertet. Die Ergebnisse werden dann im Computer mit bestimmten Standardwerten verglichen. Auf Grund der Erkenntnisse der Auswertungen beraten Sie Experten gerne, welche Maßnahmen Sie setzen können, um die Wärmebilanz in Ihren Räumen zu verbessern und Fehlerquellen, die einen Energieverlust verursachen, auf Dauer zu vermeiden.
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