2009 - ein schwieriges Jahr für die Photovoltaik
von Rudolf Titz, 23.12.09 um 10:18 Uhr, 4 Kommentare, Kommentar verfassen
Nun neigt sich also das Jahr dem Ende zu. Und bevor ich mich mit den besten Wünschen für das kommende verabschiede, noch ein paar Gedanken zu 2009.
Für den Photovoltaikmarkt war das ein sehr schwieriges Jahr. Für den Klimaschutz ebenso.
Die Finanzkrise erfasst den PV-Markt
Die Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat auch den Solarmarkt stark erfasst. Viele der großen Photovoltaikpositionen haben massiv an Wert verloren. Ganz ehrlich gesagt: Es hat sich gezeigt, dass viele Investoren eigentlich kein Interesse an der Technologie und ihrer Zukunft haben, sondern die Solaraktien nur als Chance für hohe Renditen gesehen haben. Der Druck ist enorm, denn Zugleich ist die Nachfrage ja immer noch da. Es fehlt nicht an Aufträgen und Projekten, aber diese müssen eben auch finanziert werden.
Am Weltmarkt hat China das Heft in die Hand genommen. Chinesische Hersteller haben nicht nur bei den Lohnkosten, sondern vor allem bei den Siliziumpreisen, den Energiepreisen und den Finanzierungskosten deutliche Vorteile gegenüber z.B. den Big Playern in Europa. Interessant ist auch die Markteinschätzung der Sarasin-Studie.
Ölpreis als wichtiger Motor ist abgestürzt
Die Krise hat natürlich auch zum Ölpreisverfall massiv beigetragen. War er im Juni 2008 bei knapp 150 US-Dollar pro Barrel, so ist er im Frühjahr wieder auf knapp über 30 US-Dollar runtergerast. Derzeit hält er sich bei immer noch beachtlichen 75 US-Dollar. Aktuelle Prognosen sehen ihn leicht ansteigend. Siehe heutiger Kurier und Presse.
Auch wenn das nicht alle gern sehen. Aber es gibt für die erneuerbaren Energien keinen besseren Motor als ein hoher Ölpreis! Auch wenn unsere Motivation der Klimaschutz und Versorgungsunabhängigkeit ist. Weltwelt hat man bei knapp 150 US-Dollar pro Barrel verstanden, dass es eine Alternative braucht. Dieser Zug ist leicht abgeschwächt worden. Aber er kommt wieder.
Internationale Klimaschutzpolitik vorerst gescheitert
Die Klimakonferenz in Kopenhagen hat gezeigt, dass wir uns nicht auf die internationalen Staatengemeinschaft in Fragen des Klimaschutzes verlassen können. Ambitionierte, verbindliche Ziele wären so wichtig gewesen, aber letztlich wurde das wieder verschoben. Auch Österreich ist sehr weit weg von der Erreichung der Kyoto-Ziele.
Aber wir dürfen uns davon nicht beirren lassen. Die Energiewende erfolgt von unten. Von den Gemeinden, Regionen und engagierten Menschen. Und die Photovoltaik wird dabei ein wichtiger Bestandteil sein.
Förderungen, aber keine stabilen Rahmenbedingungen in Österreich
Somit noch ein Satz zur Politik. 2009 hatte es zwar wieder Förderungen für die Photovoltaik durch den Klimafonds gegeben, aber immer noch gibt es kein Förderregime, das bundesweit eine plan- und kalkulierbare Grundlage bietet. Das jene 2010 kommt, bleibt meine Hoffnung.
Worauf wir bauen ist, dass es viele Menschen gibt, die berechtigerweise in der Sonnenenergie die Zukunft sehen und mit Verantwortungsbewusstsein auch im kleinen Bereich investieren. Die Politik wird nach dem Kopenhagen-Debakel erkennen müssen, dass es so nicht weiter geht, wenn wir einen Turnaround schaffen wollen. Wir konnten auch in diesem schwierigen Jahr wieder eine Reihe von Projekten abwickeln und initiieren, die uns Mut machen.
Die Prognosen für 2010 geben uns Hoffnung, dass auch weltweit die Photovoltaik wieder ordentlich zulegen wird.
Mit diesen hoffnungsfrohen Aussichten wünsche ich Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest und eines gesundes, erfolgreiches Jahr 2010

Für den Photovoltaikmarkt war das ein sehr schwieriges Jahr. Für den Klimaschutz ebenso.
Die Finanzkrise erfasst den PV-Markt
Die Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat auch den Solarmarkt stark erfasst. Viele der großen Photovoltaikpositionen haben massiv an Wert verloren. Ganz ehrlich gesagt: Es hat sich gezeigt, dass viele Investoren eigentlich kein Interesse an der Technologie und ihrer Zukunft haben, sondern die Solaraktien nur als Chance für hohe Renditen gesehen haben. Der Druck ist enorm, denn Zugleich ist die Nachfrage ja immer noch da. Es fehlt nicht an Aufträgen und Projekten, aber diese müssen eben auch finanziert werden.
Am Weltmarkt hat China das Heft in die Hand genommen. Chinesische Hersteller haben nicht nur bei den Lohnkosten, sondern vor allem bei den Siliziumpreisen, den Energiepreisen und den Finanzierungskosten deutliche Vorteile gegenüber z.B. den Big Playern in Europa. Interessant ist auch die Markteinschätzung der Sarasin-Studie.
Ölpreis als wichtiger Motor ist abgestürzt
Die Krise hat natürlich auch zum Ölpreisverfall massiv beigetragen. War er im Juni 2008 bei knapp 150 US-Dollar pro Barrel, so ist er im Frühjahr wieder auf knapp über 30 US-Dollar runtergerast. Derzeit hält er sich bei immer noch beachtlichen 75 US-Dollar. Aktuelle Prognosen sehen ihn leicht ansteigend. Siehe heutiger Kurier und Presse.
Auch wenn das nicht alle gern sehen. Aber es gibt für die erneuerbaren Energien keinen besseren Motor als ein hoher Ölpreis! Auch wenn unsere Motivation der Klimaschutz und Versorgungsunabhängigkeit ist. Weltwelt hat man bei knapp 150 US-Dollar pro Barrel verstanden, dass es eine Alternative braucht. Dieser Zug ist leicht abgeschwächt worden. Aber er kommt wieder.
Internationale Klimaschutzpolitik vorerst gescheitert
Die Klimakonferenz in Kopenhagen hat gezeigt, dass wir uns nicht auf die internationalen Staatengemeinschaft in Fragen des Klimaschutzes verlassen können. Ambitionierte, verbindliche Ziele wären so wichtig gewesen, aber letztlich wurde das wieder verschoben. Auch Österreich ist sehr weit weg von der Erreichung der Kyoto-Ziele.
Aber wir dürfen uns davon nicht beirren lassen. Die Energiewende erfolgt von unten. Von den Gemeinden, Regionen und engagierten Menschen. Und die Photovoltaik wird dabei ein wichtiger Bestandteil sein.
Förderungen, aber keine stabilen Rahmenbedingungen in Österreich
Somit noch ein Satz zur Politik. 2009 hatte es zwar wieder Förderungen für die Photovoltaik durch den Klimafonds gegeben, aber immer noch gibt es kein Förderregime, das bundesweit eine plan- und kalkulierbare Grundlage bietet. Das jene 2010 kommt, bleibt meine Hoffnung.
Worauf wir bauen ist, dass es viele Menschen gibt, die berechtigerweise in der Sonnenenergie die Zukunft sehen und mit Verantwortungsbewusstsein auch im kleinen Bereich investieren. Die Politik wird nach dem Kopenhagen-Debakel erkennen müssen, dass es so nicht weiter geht, wenn wir einen Turnaround schaffen wollen. Wir konnten auch in diesem schwierigen Jahr wieder eine Reihe von Projekten abwickeln und initiieren, die uns Mut machen.
Die Prognosen für 2010 geben uns Hoffnung, dass auch weltweit die Photovoltaik wieder ordentlich zulegen wird.
Mit diesen hoffnungsfrohen Aussichten wünsche ich Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest und eines gesundes, erfolgreiches Jahr 2010








Verhöhnung der Klimaschützer
von Ing. Erich Eggler, 03.01.10 um 08:59 Uhr
Photovoltaik-Strom bringt dem Netzbetreiber eine Ersparnis von etwa 37 Cent/kWh.
Als Gegenleistung, diesen Strom nur zu einem Abnehmer durchzuleiten, der dann voll Gnade 8 Cent minus Verrechnungskosten bezahlt, ist daher eine Verhöhnung jener, die sich um den Klimaschutz bemühen.
Siehe dazu www.leitron.at/Pages/1P.html .
Diese Berechnung wurde im Großen und Ganzen von einem Techniker der WIENSTROM AG anerkannt, nur zur Auszahlung ist niemand bereit.
antworten
und
von Ötztal, 03.01.10 um 14:13 Uhr
uns schmelzen die gletscher
rechnung
von Garten Conny, 06.06.10 um 10:23 Uhr
die rechnung moechte ich sehen