Sehr geehrter Herr Titz,
ich frage mich, wie ein Mehrertrag von 30% eine Mehrinvestition von über 100% bezahlen soll? Und wenn es sich nicht für Privatleute rechnet, auf welche Weise soll es sich denn für andere rechnen? Meine Sie damit nur den Mengeneffekt im Einkauf bei Großanlagen?
Mit freundlichem Gruß,
Peter Wulff
AW: Wirtschaftlichkeit
von Rudolf Titz, 07.01.10 um 16:09 Uhr
Sehr geehrter Herr Wulff!
Leider kann ich Ihre prozentuellen Angaben der Mehrinvestition von über 100 Prozent nicht nachvollziehen. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich den Marktpreis mit ca. € 75.000,-- bezifferte. Eine vergleichbare "fixe" 10 kWp Anlage kostete im Errichterjahr ca. € 50.000,--, womit sich ein Mehrpreis von ca. 50 Prozent ergab. In meinen bisherigen Ausführungen hab ich darauf hingewiesen, dass sich derartige Anlagen für Privatpersonen nicht rechnen. In bestimmten Fällen kann sich die Mehrinvestition aber durchaus rechnen - siehe dazu die großen Freiflächenanlagen in Deutschland. Natürlich müssen dazu aber sämtliche Rahmenbedingungen, wie z.B. Einspeisetarif, Standort, Anlagengröße etc. zusammen passen. Eine Einzellösung wie die bei uns verwendete kann schon alleine auf Grund der Errichtungs- und Transportkosten, der Kosten für die Windsensorik usw. nicht wirtschaftlich sein, da diese Kosten mit größerer Mover-Stückzahl am Standort einen wesentlich günstigeren Teilungsfaktor haben, wodurch die Mehrkosten gegenüber fixen Anlagen deutlich verringert werden. Ich möchte hier nochmals darauf hinweisen, dass wir die Anlage nicht aus wirtschaftlichen Überlegungen sondern um Vergleichswerte zu erhalten, errichtet haben. Ob jemand für bessere Technik und Mehrertrag auch Mehrinvestitionen in Kauf nimmt, dass möchte ich jedem Errichter selbst überlassen. Aus unseren Erfahrungen läßt sich ableiten: An der Umwelt interessierte nehmen für höhere Erträge auch gerne höhere Kosten in Kauf. Jene die wirtschaftliche Faktoren ins Treffen führen sind nicht an der Erzeugung von umweltfreundlicher Energie sondern an deren Verhinderung interessiert.
Wirtschaftlichkeit
von Peter Wulff, 07.01.10 um 15:33 Uhr
Sehr geehrter Herr Titz,
ich frage mich, wie ein Mehrertrag von 30% eine Mehrinvestition von über 100% bezahlen soll? Und wenn es sich nicht für Privatleute rechnet, auf welche Weise soll es sich denn für andere rechnen? Meine Sie damit nur den Mengeneffekt im Einkauf bei Großanlagen?
Mit freundlichem Gruß,
Peter Wulff
AW: Wirtschaftlichkeit
von Rudolf Titz, 07.01.10 um 16:09 Uhr
Sehr geehrter Herr Wulff!
Leider kann ich Ihre prozentuellen Angaben der Mehrinvestition von über 100 Prozent nicht nachvollziehen. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich den Marktpreis mit ca. € 75.000,-- bezifferte. Eine vergleichbare "fixe" 10 kWp Anlage kostete im Errichterjahr ca. € 50.000,--, womit sich ein Mehrpreis von ca. 50 Prozent ergab. In meinen bisherigen Ausführungen hab ich darauf hingewiesen, dass sich derartige Anlagen für Privatpersonen nicht rechnen. In bestimmten Fällen kann sich die Mehrinvestition aber durchaus rechnen - siehe dazu die großen Freiflächenanlagen in Deutschland. Natürlich müssen dazu aber sämtliche Rahmenbedingungen, wie z.B. Einspeisetarif, Standort, Anlagengröße etc. zusammen passen. Eine Einzellösung wie die bei uns verwendete kann schon alleine auf Grund der Errichtungs- und Transportkosten, der Kosten für die Windsensorik usw. nicht wirtschaftlich sein, da diese Kosten mit größerer Mover-Stückzahl am Standort einen wesentlich günstigeren Teilungsfaktor haben, wodurch die Mehrkosten gegenüber fixen Anlagen deutlich verringert werden. Ich möchte hier nochmals darauf hinweisen, dass wir die Anlage nicht aus wirtschaftlichen Überlegungen sondern um Vergleichswerte zu erhalten, errichtet haben. Ob jemand für bessere Technik und Mehrertrag auch Mehrinvestitionen in Kauf nimmt, dass möchte ich jedem Errichter selbst überlassen. Aus unseren Erfahrungen läßt sich ableiten: An der Umwelt interessierte nehmen für höhere Erträge auch gerne höhere Kosten in Kauf. Jene die wirtschaftliche Faktoren ins Treffen führen sind nicht an der Erzeugung von umweltfreundlicher Energie sondern an deren Verhinderung interessiert.