Gebäudeintegrierte Photovoltaik: eine Technologie mit Zukunft

Österreich hat viel Tradition in der Architektur. Und tatsächlich ist auch für die Entwicklung der Photovoltaik die Architektur ein möglicher Schlüssel zum Erfolg. Gebäudeintegrierte Photovoltaik heißt das Konzept, in dem auch ich viel Zukunftspotential sehe. Die Frage der energetisch optimierten Gebäudeplanung genießt einen immer höheren Stellenwert. Auch dabei kann die Photovoltaik in ihren vielen Arten ein wesentliches Element darstellen, da verschiedenste Möglichkeiten der Stromgewinnung über Teile der Gebäudehülle denkbar sind, von semitransparenten Fassadenelementen, über Solardachziegel bis zu Glasdächern z.B. im Eingangsbereich.

Der im letzten Jahr gegründete Klima- und Energiefonds des Bundes bemüht sich um neue Akzente in der Photovoltaik. Neben der Ausschreibung, mit der Einzelanlagen gefördert werden, gibt es nun ein neues Programm, das insbesondere auf Technologieentwicklung setzt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf gebäudeintegrierter Photovoltaik (GIPV). Derzeit sind ja nur Einzelprojekte umgesetzt worden, davon einige in Österreich. Das Ziel der Ausschreibung ist es, Richtung Massenmärkte zu wirken, insbesondere für Fertighäuser, die in Österreich größenordnungsmäßig einen relevanten Markt darstellen.

Im Leitfaden zur neuen Förderung heißt es "Für die heimische Wirtschaft und die Sicherung nachhaltiger Arbeitsplätze ist die Entwicklung der GIPV vom Nischenprodukt zum Massenprodukt eine große Chance. GIPV ist nicht nur eine innovative erneuerbare Strom-Technologie, sie übernimmt auch Gebäudefunktionen, ersetzt Baumaterial und ist architektonisch besonders interessant"
Genau beim Baumaterial wird´s interessant. Im Vergleich zu teuren Materialien wie z.B. Marmor (etwa im repräsentativen Bau) ist die gebäudeintegrierte Photovoltaik schon jetzt günstiger. Und produziert Strom. Wenn jetzt der Schritt Richtung Fertigteilhaus gemacht wird, eröffnen sich neue Märkte. Erfreulich ist dies übrigens auch, weil auch Unternehmen aus Österreich in diesem Bereich spezialisiert sind, etwa der Solarfassaden Hersteller, Ertex-Solar.

Alle Informationen zur Ausschreibung sind auf der Website des Klimafonds zu finden. Für das Jahr 2008 sind EUR 3 Mio. veranschlagt worden.
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