Trotz Wirtschaftskrise: Photovoltaik als Wachstumsbranche

In Zeiten der wirtschaftlichen Krise und Diskussion über Konjunkturpakete stellt sich die Frage, in welche Bereiche die öffentliche Hand gezielt investieren soll.
Meiner Meinung nach ist die Photovoltaik bzw. sind generell die Erneuerbaren Energien eine enorme Chance für Wachstum und Beschäftigung. Es ist genau jetzt in Krisenzeiten sinnvoll, durch öffentliche Förderungen Anreize zu schaffen, diese Zukunftstechnologie zu forcieren und damit auch die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Privatpersonen zu nutzen.

Ein paar Argumente:
  • Obwohl der Ölpreis aufgrund der Rezession stark gesunken ist, dürfen wir nicht vergessen, dass dies wohl nur ein kurzfristiges Phänomen bleibt. Wenn das Wachstum wieder anzieht, wird auch der Ölpreis wieder sehr schnell stark ansteigen. Daher ist die erneuerbare Energie immer noch der beste Ausweg aus der Ölpreisfalle
  • Der Klimawandel wartet nicht auf das Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise. Er scheitet voran; weil auch die CO2-Emissionen weltweit steigen. Klimaschutz darf aufgrund der Krise nicht weniger wichtig werden.
  • Wir müssen uns überlegen, in welchen Bereichen wir nachhaltiges und nicht nur kurzfristiges Wachstum erzielen können. Die Solartechnologien stellen eine nachhaltige Investition dar.
  • Ebenso sind beschäftigungswirksame Maßnahmen von hoher Priorität. Das Potential neuer Arbeitsplätze durch wachsende PV-Märkte ist enorm.

Ein paar Beispiele:
  • Im Burgenland, genau in Güssing, ist ein Solarzellenwerk entstanden, das weltweit für Aufsehen sorgt. Blue Chip Energy investiert in Güssing mit Unterstützung von EU, Bund und Land rund 50 Millionen Euro. Allein die erste Ausbaustufe bringt rund 100 Arbeitsplätze. Bis Jahresende sollen es 140 Mitarbeiter sein. Mittelfristig könnten bis zu 500 Mitarbeiter im Photovoltaik-Chipwerk Beschäftigung finden. Blue Chip Energy ist ein Unternehmen, das mit der Umwandlung von Silizium-Wafern in fertige Solar-Zellen eine wesentliche Schlüsselposition im Produktionsprozess von Photovoltaikmodulen einnehmen will.
  • Deutschland zeigt´s vor. Investitionen in Erneuerbare Energien schaffen Arbeit. Die Erneuerbaren Energien haben sich zu einer der führenden deutschen Technologiebranchen entwickelt. Seit 1998 hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig fast verfünffacht. Heute arbeiten etwa 250.000 Menschen bei Herstellern, Zulieferern und Projektierern der Erneuerbare-Energien-Branche. Allein im PV-Bereich sind es ca. 60.000 direkte Arbeitsplätze. Tendenz: kontinuierlich steigend.
  • In Österreich waren im Jahr 2007 lt. Studie „Erneuerbare Energie in Österreich. Marktentwicklung 2007“ (AEE Intec) 1228 Arbeitsplätze der Photovoltaik zuzurechnen. Auch hier ist der Trend stark steigend; das Potential noch enorm, da die Rahmenbedingungen für den österreichischen Heimmarkt sehr schwierig waren.

Fazit: Es ist nicht nur energie- und klimapolitische Vernunft, sondern auch ein wirtschaftliches Gebot der Stunde, jetzt in die Zukunftstechnologie Photovoltaik zu investieren - durch faire Rahmenbedingungen und gezielte Investitionsanreize.
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