Hermann Scheer beim BEWAG Energie-Forum
von Rudolf Titz, 16.10.09 um 12:06 Uhr, 0 Kommentare, Kommentar verfassen
Vergangenen Donnerstag, am 15. Oktober, hatten wir eine der wichtigsten internationalen Persönlichkeiten der Erneuerbaren Energie zu Gast in Eisenstadt: Hermann Scheer, Mitglied des Deutschen Bundestages, Präsident von EUROSOLAR und Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy, WCRE).
Scheer war Redner beim „Energie Forum Burgenland“, das unter dem Motto „Zukunft der Energie – Energie der Zukunft" bereits zum 2. Mal stattfand. Unter der Leitung von Hannelore Veit (ORF) diskutierten neben Hermann Scheer der deutsche Energiewirtschaftsexperte Gregor Czisch, die Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds Eveline Steinberger-Kern, der Vorstand des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der TU Wien Günther Brauner gemeinsam mit den beiden BEWAG Vorstandsdirektoren Hans Lukits und Josef Münzenrieder.
In einer - wieder einmal - beeindruckenden Key Note Speech skizzierte Scheer die Transformation unseres Energiesystems. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger ist mehr als nur ein Technologiewechsel. Er stellt einen Umbruch in der Art der Produktion aber auch Nutzung von Energie dar. Die Photovoltaik wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Wie so oft schieden sich die Geister an der Nutzung von Sonnenstrom. Während manche Teilnehmer die hohen Kosten der Photovoltaik kritisierten, verwies Scheer auf den Gesamtkontext. Derzeit wirken die Kosten hoch, aber in Deutschland wurde durch das Erneuerbare Energie Gesetz unglaubliche Marktdynamik ausgelöst. Vor allem die Entwicklung von Speichertechnologien wird zu berücksichtigen sein. Der Markt für Erneuerbare-Energie-Anlagen wächst umso schneller, je intelligenter und kostengünstiger die Speichertechniken werden.
Scheer verwies auf die Bedeutung der Frage, ob wir auf fossile oder erneuerbare Energie setzen. „Dies ist derzeit die Grundfrage der gesamten weltwirtschaftlichen und zivilisatorischen Entwicklung, wie wir von den nicht erneuerbaren zu erneuerbaren Ressourcen kommen.“
Lob erntete das Burgenland für seinen Plan, bis 2013 Strom zu 100% aus Erneuerbarer Energie zu produzieren. Das Ziel sei - bei entsprechenden Rahmenbedingungen - realistisch.
Vielleicht ist es mit der Photovoltaik ja auch so wie in dem Zitat von Albert Einstein, auf das Scheer immer wieder verweist:
"Wenn eine Idee nicht zuerst absurd erscheint, taugt sie nichts."
Im Windenergie- und E-Mobilitätsblog finden Sie weitere Beiträge zum Energie-Forum. Fotos zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link: 2. Energie Forum Burgenland
Scheer war Redner beim „Energie Forum Burgenland“, das unter dem Motto „Zukunft der Energie – Energie der Zukunft" bereits zum 2. Mal stattfand. Unter der Leitung von Hannelore Veit (ORF) diskutierten neben Hermann Scheer der deutsche Energiewirtschaftsexperte Gregor Czisch, die Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds Eveline Steinberger-Kern, der Vorstand des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der TU Wien Günther Brauner gemeinsam mit den beiden BEWAG Vorstandsdirektoren Hans Lukits und Josef Münzenrieder.In einer - wieder einmal - beeindruckenden Key Note Speech skizzierte Scheer die Transformation unseres Energiesystems. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger ist mehr als nur ein Technologiewechsel. Er stellt einen Umbruch in der Art der Produktion aber auch Nutzung von Energie dar. Die Photovoltaik wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Wie so oft schieden sich die Geister an der Nutzung von Sonnenstrom. Während manche Teilnehmer die hohen Kosten der Photovoltaik kritisierten, verwies Scheer auf den Gesamtkontext. Derzeit wirken die Kosten hoch, aber in Deutschland wurde durch das Erneuerbare Energie Gesetz unglaubliche Marktdynamik ausgelöst. Vor allem die Entwicklung von Speichertechnologien wird zu berücksichtigen sein. Der Markt für Erneuerbare-Energie-Anlagen wächst umso schneller, je intelligenter und kostengünstiger die Speichertechniken werden.
Scheer verwies auf die Bedeutung der Frage, ob wir auf fossile oder erneuerbare Energie setzen. „Dies ist derzeit die Grundfrage der gesamten weltwirtschaftlichen und zivilisatorischen Entwicklung, wie wir von den nicht erneuerbaren zu erneuerbaren Ressourcen kommen.“
Lob erntete das Burgenland für seinen Plan, bis 2013 Strom zu 100% aus Erneuerbarer Energie zu produzieren. Das Ziel sei - bei entsprechenden Rahmenbedingungen - realistisch.
Vielleicht ist es mit der Photovoltaik ja auch so wie in dem Zitat von Albert Einstein, auf das Scheer immer wieder verweist:
"Wenn eine Idee nicht zuerst absurd erscheint, taugt sie nichts."
Im Windenergie- und E-Mobilitätsblog finden Sie weitere Beiträge zum Energie-Forum. Fotos zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link: 2. Energie Forum Burgenland
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