Wie funktioniert eigentlich eine Wärmepumpe?
von Werner Freiler, 20.08.08 um 18:45 Uhr, 7 Kommentare, Kommentar verfassen
Obwohl sich die Wärmepumpe in den letzten Jahren immer stärker etabliert hat, werde ich oft gefragt: Wie funktioniert eigentlich eine Wärmepumpe? Ich freue mich daher, auch im Rahmen des Ökocenter Blogs erläutern zu können, welche Vorteile eine Wärmepumpe bringt, unter welchen Voraussetzungen sie sinnvoll ist und nach welchem Prinzip sie funktioniert.
Daher zu Beginn ganz allgemein:
Eine Wärmepumpe funktioniert im Grunde wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Während der Kühlschrank den Lebensmitteln Wärme entzieht und diese an die Umwelt abgibt, entzieht eine Wärmepumpe der Umwelt Wärme und führt sie dem Heizsystem zu. Die in der Erde, in der Luft oder im Wasser gespeicherte Energie steht kostenlos zur Verfügung – mit Hilfe einer Wärmepumpe lässt sich diese Energie nützen.
Eine Wärmepumpe besteht aus drei geschlossenen Kreisläufen: Einem Solekreislauf, der zum Transport der Wärme – sei es im Erdreich, in der Luft, oder im Wasser – dient. Mittels eines Wärmetauschers (Verdampfer) wird die so gewonnene Wärme auf den Kältemittelkreislauf übertragen. Durch Verdampfung des Kältemittels wird dieses gasförmig, mit Hilfe eines Kompressors verdichtet und somit auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Durch einen zweiten Wärmetauscher, den Verflüssiger, wird die Wärme schlussendlich an das Heizsystem abgegeben. Als zentrale Komponente im Kreislauf der Wärmepumpe gilt der Kompressor. Kompressoren unterscheiden sich in Einsatzgebiet, Leistung und Lebensdauer. Sog. Scroll-Kompressoren haben sich als sehr geeignet für Wärmepumpen herausgestellt. Durch ihre ständigen Bewegungen der Spiralen sind sie deutlich leiser als Hubkolben-Kompressoren. Des Weiteren sind sie sehr robust, zuverlässig und zukunftssicher. Die vierte Komponente des Kältemittelkreislaufs stellt das Expansionsventil dar, welches den Druck des Kältemittels bis zum Ursprungsdruck entspannt.
Das Kühlmittel besteht aus Wasser und Gefrierschutzmittel. Ein Gefrierschutz kann bis über minus 30 °C gewährleistet werden. Das Kühlmittel ist ungiftig, nicht entflammbar und greift die verbauten Komponenten nicht an. Weiters ist eine lange Verwendung möglich, bei der es chemisch stabil bleibt und keine schädlichen Zerfallsprodukte bildet. Eine Verwendung ist also ökologisch bedenkenlos.
Gut, das war jetzt doch etwas technisch. Folgendes Video vom Burgenländischen Kabelfernsehen hilft vielleicht bei der Erläuterung anhand eines konkreten Beispiels:
Daher zu Beginn ganz allgemein:
Eine Wärmepumpe funktioniert im Grunde wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Während der Kühlschrank den Lebensmitteln Wärme entzieht und diese an die Umwelt abgibt, entzieht eine Wärmepumpe der Umwelt Wärme und führt sie dem Heizsystem zu. Die in der Erde, in der Luft oder im Wasser gespeicherte Energie steht kostenlos zur Verfügung – mit Hilfe einer Wärmepumpe lässt sich diese Energie nützen.
Eine Wärmepumpe besteht aus drei geschlossenen Kreisläufen: Einem Solekreislauf, der zum Transport der Wärme – sei es im Erdreich, in der Luft, oder im Wasser – dient. Mittels eines Wärmetauschers (Verdampfer) wird die so gewonnene Wärme auf den Kältemittelkreislauf übertragen. Durch Verdampfung des Kältemittels wird dieses gasförmig, mit Hilfe eines Kompressors verdichtet und somit auf ein höheres Temperaturniveau gebracht. Durch einen zweiten Wärmetauscher, den Verflüssiger, wird die Wärme schlussendlich an das Heizsystem abgegeben. Als zentrale Komponente im Kreislauf der Wärmepumpe gilt der Kompressor. Kompressoren unterscheiden sich in Einsatzgebiet, Leistung und Lebensdauer. Sog. Scroll-Kompressoren haben sich als sehr geeignet für Wärmepumpen herausgestellt. Durch ihre ständigen Bewegungen der Spiralen sind sie deutlich leiser als Hubkolben-Kompressoren. Des Weiteren sind sie sehr robust, zuverlässig und zukunftssicher. Die vierte Komponente des Kältemittelkreislaufs stellt das Expansionsventil dar, welches den Druck des Kältemittels bis zum Ursprungsdruck entspannt.Das Kühlmittel besteht aus Wasser und Gefrierschutzmittel. Ein Gefrierschutz kann bis über minus 30 °C gewährleistet werden. Das Kühlmittel ist ungiftig, nicht entflammbar und greift die verbauten Komponenten nicht an. Weiters ist eine lange Verwendung möglich, bei der es chemisch stabil bleibt und keine schädlichen Zerfallsprodukte bildet. Eine Verwendung ist also ökologisch bedenkenlos.
Gut, das war jetzt doch etwas technisch. Folgendes Video vom Burgenländischen Kabelfernsehen hilft vielleicht bei der Erläuterung anhand eines konkreten Beispiels:







Wärmepumpe in bestehendes Haus
von Sabine, 25.08.08 um 14:01 Uhr
Wie aufwendig ist es eine Wärmepumpe in einem bestehenden Haus mit Garten zu installieren. Wie muss der Garten beschaffen sein? Was von der bestehenden Bepflanzung kann erhalten bleiben oder kann dann nur noch reine Rasenfläche übrigbleiben?
antworten
Bedarf Spiralkollektoren bzw. Tornadosonden
von Peter, 27.08.08 um 12:46 Uhr
Wieviele Spiralkollektoren bzw. Tornadosonden benötigt man für die Beheizung (kein Warmwasser) von ca. 180 m2 bei 44 kWh/a/m2 und wieviel Leistung muss die Wärmpumpe ca. aufweisen?
kein problem mit der bepflanzung
von oekocenter, 29.08.08 um 17:49 Uhr
bei richtiger verlegung hat der kollektor keine auswirkung auf den garten.
die erfahrungen zeigen, dass es kaum probleme gibt mit der bepflanzung. der garten kann nach belieben angelegt werden. beim einbau von erdkollektoren wird immer wieder empfohlen, keine „tiefwurzler“ zu setzen.
nicht nur gras, sondern auch gemüse, blumen und stauden werden ohne weiteres auf erdkollektoren gezogen. beobachtet wird, dass sich das erdreich im frühjahr etwas langsamer erwärmt; dadurch verzögert sich das wachstum des rasens - aber ohne jenen zu schädigen.
der baulich aufwand hängt ua von der wärmequelle ab; hält sich aber in grenzen.
spiralkollektoren
von oekocenter, 29.08.08 um 17:51 Uhr
wir bitten um verständnis, dass die frage nach den spiralkollektoren und tornadosonden erst kommende woche von unserem experten beantwortet werden kann. mit dank und freundlichen grüssen, das ökocenter team
@ Peter zum Thema Anzahl Spiralkollektoren
von Werner Freiler, 02.09.08 um 16:36 Uhr
Eine unmittelbare Beantwortung ihrer Frage ist ohne genaue Kenntnisse der örtlichen Rahmenbedingungen schwierig. Folgende Vorgansgweise ist für die Ermittlung der benötigten Spiralsonden notwendig. Zuerst muß die Heizlast des Gebäudes (in kw) errechnet werden. Die von ihnen angegebenen 44 kWh/a/m2 geben den Heizwärmebedarf, aber leider nicht die Heizlast des Gebäudes an. Aufgrund der örtlichen Bodenverhältnisse (die Wärmeentzugsleistung kann je nach Bodenbeschaffenheit sehr unterschiedich sein!) kann dann die Anzahl der Spiralkollektoren und die Leistung der Wärmepumpe bestimmt werden.
Unsere Marktpartner Wärmepumpe können hier gerne für genauere Angaben behilflich sein:
http://www.bewagenergie.at/marktpartner_waermepumpe.htm
mit freundlichen Grüßen!
Spiralkollektoren
von Raiko, 23.12.08 um 09:54 Uhr
Hallo,
ich habe gehört, daß bei Spiralkollektoren die durchschnittliche Soleeingangstemperatur sehr niedrig liegt. In Internetforen wird von etwa -1°C Soleeingang und -5°C Soleausgangstemperatur berichtet. Das hört sich sehr niedrig an. Kann es da zu einer Vereisung der Kollektoren und Ausfall der Wärmepumpe kommen? Wie hoch ist die normale Soleeingangstemperatur (unter heizlast) bei ausreichend dimensionierten Spiralkollektoren. Ich bin verunsichert, ob Spiralkollektoren das richtige System sind.
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Raiko Wegner
re: Spiralkollektoren
von Werner Freiler, 23.12.08 um 23:50 Uhr
Sehr geehrter Herr Wegner,
leider sind uns kaum praktische Erfahrungen mit Spiralkollektoren bekannt. Sie werden schlicht äußerst selten verwendet. Eine Anlage mit 5 Spiralsonden ist kürzlich in der Nähe von Eisenstadt in Betrieb gegangen; aber auch hier gibt es noch keine konkreten Erfahrungsberichte.
Die von Ihnen angegebenen Werte sind gar nicht ungewöhnlich. Ich habe mir kürzlich die Daten unserer WP-Anlage mit Erdreich Flächenkollektor angesehen. Auch hier gehen diese Temperaturen schon auf 1°C Eintritt und -6°C Austrittstemperatur. Das ist in diesem Fall kein Problem, jedoch ist wichtig, dass wir genügend Abstand zwischen den Erdkollektoren haben (80cm) sodass diese nicht gegenseitig vereisen.
Letzlich würde ich empfehlen, den Hersteller mit dieser Frage zu konfrontieren.
Wir freuen uns natürlich über weitere Kommentare zu konkreten Erfahrungen mit Spiralkollektoren.
mfg
Werner Freiler