Die Wärmepumpe – keine neue Erfindung
von Werner Freiler, 25.08.08 um 18:50 Uhr, 4 Kommentare, Kommentar verfassen
Als Geburtsjahr der Wärmepumpe kann man das Jahr 1855 sehen, in welchem Peter Ritter von Rittinger (übrigens ein Österreicher!) den ersten Vorläufer der Wärmepumpe in der Saline Ebensee in Betrieb nahm. Rittinger hatte Physik und Mathematik studiert und arbeitete im Ministerium für Bergbau der k.u.k. Monarchie in Wien. Er meldete 1853 ein „Andampfverfahren“ zum Patent an, welches er für den Salzsiedeprozess entwickelt hatte. Mit der Hilfe seiner entwickelten „Dampfpumpe“ konnte er die Temperatur des Dampfes durch mechanische Kompression erhöhen und diesen damit wieder zum Erhitzen der Sole nutzen. Dieses Verfahren versprach eine Energieersparnis von 80 Prozent.
Im größeren Stil wurde Wärmepumpenanlagen zur Beheizung von Gebäuden in der Weltwirtschaftskrise 1929 eingesetzt. Es wurde versucht, wirtschaftlich sehr rentable Anlagen zu errichten. Die Stadt Zürich gilt hier als eine der ersten Städte mit derartigen Anlagen.
Wikipedia berichtet übrigens, dass die erste erdgekoppelte Wärmepumpe 1945 in den USA in Betrieb ging.
Die Effizienz ist übrigens auch heute noch eines der Hauptargumente für die Wärmepumpe - insbesondere vor dem Hintergrund steigender Öl- und Gaspreise. Da eine Wärmepumpe nur zu einem geringen Anteil mit Strom versorgt werden muss, gilt sie heute als eines der modernsten und umweltfreundlichsten Heizsysteme, das am Markt verfügbar ist. Gleichzeitig ist sie weitgehend unabhängig von Preisschwankungen, da rund 75% der Energie aus der Umwelt kommen. Die Emissionen betreffend, kann die Wärmepumpe mit Biomasse-Heizungen mithalten.
Tags: Energieeffizienz Heizsystem







Kosten Wärmepumpe
von Klaus K., 28.08.08 um 10:45 Uhr
Was würde denn so eine Wärmepumpe kosten für mein 200qm Haus in Klosterneuburg. Ich glaube ich kann so eine Tiefenbohrung machen. Wieviele Bohrungen? Was kosten die? Mein Haus ist nicht besonders isoliert, da brauche ich wohl mehr. Danke
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re: Kosten Wärmepumpe
von oekocenter, 29.08.08 um 13:57 Uhr
danke für ihr interesse - die genauen kosten sind schwierig ohne genauere angaben und kenntnis der rahmenbedingungen durchzuführen; jedoch kann man pro tiefenbohrung kosten in der höhe von ca 10.000,- eur kalkulieren. erfahrungswerte, dass bei 200m2 beheizbarer fläche rund 20.000 eur zu erwarten sind. aber wie gesagt, angaben ohne gewähr, denn hier gibts durchaus unterschiede. die marktpartner im burgenland (siehe linkliste) können gerne genaue kalkulationen anbieten. wir werden im ökocenter in den kommenden wochen immer wieder beispiele vorstellen, die der veranschaulichung dienen sollen.
bitte auch die unterschiedliche fördersituation in den jeweiligen bundesländern zu berücksichtigen.
mit freundlichen grüssen,
das ökocenter team