Die Wärmepumpe – keine neue Erfindung

Zugegeben, ganz neu ist die Wärmepumpe nicht, auch wenn sich viele Anwendungen erst im Verlauf der Jahrzehnte entwickelt haben.

Als Geburtsjahr der Wärmepumpe kann man das Jahr 1855 sehen, in welchem Peter Ritter von Rittinger (übrigens ein Österreicher!) den ersten Vorläufer der Wärmepumpe in der Saline Ebensee in Betrieb nahm. Rittinger hatte Physik und Mathematik studiert und arbeitete im Ministerium für Bergbau der k.u.k. Monarchie in Wien. Er meldete 1853 ein „Andampfverfahren“ zum Patent an, welches er für den Salzsiedeprozess entwickelt hatte. Mit der Hilfe seiner entwickelten „Dampfpumpe“ konnte er die Temperatur des Dampfes durch mechanische Kompression erhöhen und diesen damit wieder zum Erhitzen der Sole nutzen. Dieses Verfahren versprach eine Energieersparnis von 80 Prozent.

Im größeren Stil wurde Wärmepumpenanlagen zur Beheizung von Gebäuden in der Weltwirtschaftskrise 1929 eingesetzt. Es wurde versucht, wirtschaftlich sehr rentable Anlagen zu errichten. Die Stadt Zürich gilt hier als eine der ersten Städte mit derartigen Anlagen.

Wikipedia berichtet übrigens, dass die erste erdgekoppelte Wärmepumpe 1945 in den USA in Betrieb ging.

Die Effizienz ist übrigens auch heute noch eines der Hauptargumente für die Wärmepumpe - insbesondere vor dem Hintergrund steigender Öl- und Gaspreise. Da eine Wärmepumpe nur zu einem geringen Anteil mit Strom versorgt werden muss, gilt sie heute als eines der modernsten und umweltfreundlichsten Heizsysteme, das am Markt verfügbar ist. Gleichzeitig ist sie weitgehend unabhängig von Preisschwankungen, da rund 75% der Energie aus der Umwelt kommen. Die Emissionen betreffend, kann die Wärmepumpe mit Biomasse-Heizungen mithalten.

4 Kommentare

Kosten Wärmepumpe

von Klaus K., 28.08.08 um 10:45 Uhr

Was würde denn so eine Wärmepumpe kosten für mein 200qm Haus in Klosterneuburg. Ich glaube ich kann so eine Tiefenbohrung machen. Wieviele Bohrungen? Was kosten die? Mein Haus ist nicht besonders isoliert, da brauche ich wohl mehr. Danke

re: Kosten Wärmepumpe

von oekocenter, 29.08.08 um 13:57 Uhr

danke für ihr interesse - die genauen kosten sind schwierig ohne genauere angaben und kenntnis der rahmenbedingungen durchzuführen; jedoch kann man pro tiefenbohrung kosten in der höhe von ca 10.000,- eur kalkulieren. erfahrungswerte, dass bei 200m2 beheizbarer fläche rund 20.000 eur zu erwarten sind. aber wie gesagt, angaben ohne gewähr, denn hier gibts durchaus unterschiede. die marktpartner im burgenland (siehe linkliste) können gerne genaue kalkulationen anbieten. wir werden im ökocenter in den kommenden wochen immer wieder beispiele vorstellen, die der veranschaulichung dienen sollen.
bitte auch die unterschiedliche fördersituation in den jeweiligen bundesländern zu berücksichtigen.
mit freundlichen grüssen,
das ökocenter team

Spezialtarif für Wärmepumpen

von Martin Kindshofer, 16.09.08 um 08:43 Uhr

Wir sind am planen einer Heizungsanlage für unser WE Haus und sind derzeit bei einer Luftwärmepumpe angelangt.
Dazu nun meine Frage:
Gibts auch bei der BEwag einen Spezialtarif für den Betrieb von Wärmepumpen-Heizungen???

Re: Spezialtarif für Wärmepumpen

von Werner Freiler, 18.09.08 um 10:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Kindshofer!

Ja, es gibt einen eigenen Tarif für die Wärmepumpe. Der Tarif Optima Plus ist der optimale Zusatztarif für alle, die eine E-Heizung, Warmwasserbereitung, Raumklimatisierung oder Wärmepumpe über einen eigenen Stromzähler betreiben. Die Tarife finden sie auf
http://www.bewag.at/index.php?id=563
Als Hintergrund noch: Eine Kundenanlage mit Wärmepumpen-Tarif hat 2 Zähler. Über den 1. Zähler erfolgt die Versorgung für den Allgemeinverbrauch wie Licht und andere Elektrogeräte, Steckdosen usw. wie bei jeder Anlage. Über den 2.Zähler erfolgt die Versorgung der Wärmepumpe (separate Zählung). Der Tarif für die Wärmepumpe ist günstiger. Der Allgemeinverbrauch wird mit dem Tarif Optima Komfort (eigener Zähler) verrechnet.

Außerdem: Wer bis 2009 eine Wärmepumpe oder Wohnraumlüftung mit Wärmepumpe als Heizung wählt, erhält nach Erstverzählerung bis zu 500 Euro auf die erste Jahresstromrechnung gutgeschrieben.
Weitere Informationen finden sie auf
http://www.bewag.at/index.php?id=571

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