Zufriedene Wärmepumpen-Kunden, Teil 2
von Werner Freiler, 22.12.09 um 11:25 Uhr, 0 Kommentare, Kommentar verfassen
In Fortsetzung unserer Serie zur Zufriedenheit von Wärmepumpen-Kunden möchte ich zu Beginn folgende Grafik (zum vergrößern klicken) aus der BEWAG Marktforschung zeigen:

Man erkennt, für welchen Energieträger sich die Befragten entscheiden würden, wenn sie derzeit ein Heizsystem auswählen könnten. Mit rund 25% ist die Wärmepumpe der meist genannte Energieträger. Von den befragten derzeitigen Wärmepumpen-Nutzern würden alle wieder eine Wärmepumpe auswählen. Aber auch für Nutzer anderer Heizsysteme, wäre sie ein Thema, wenn jetzt eine Umstellung anstehen würde. Interessant ist auch, dass sich nur ein Drittel der Befragten, die eine Ölheizung haben, sich wieder für eine Ölheizung entscheiden würden. Die Antworten zeigen die guten Perspektiven für die weitere Marktentwicklung der Wärmepumpe. (Umfrage: Marketmind in Auftrag der BEWAG; Anzahl der Befragten = 516)
Auch heute will ich wieder die Antworten eines Wärmepumpen-Besitzers vorstellen, der uns über Gründe und Argumente zum Betrieb einer Wärmepumpe Auskunft gegeben hat. Wir danken Herrn Ingenieur Steurer aus Oberwart für seine Antworten.
1. Seit wann setzen Sie auf die Wärmepumpe als Heizsystem?
Vor ca. 9 Jahren habe ich mich beruflich der Kältetechnik gewidmet. Anfangs befasste ich mich nur mit Splitklimaanlagen und Kaltwassersätzen, doch bald darauf spezialisierte ich mich auf Wärmepumpen. Alle Arten von Wärmepumpen habe ich geplant und verkauft. Für mich war damals schon klar, wenn ich mein eigenes Haus baue, wird das mit einer Wärmepumpe beheizt.
2. Welche Art von Wärmepumpe nutzen Sie?
Ich beheize mein Haus mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe – die Wärmequelle ist ein Flächenkollektor.
3. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Ich habe mich dafür entschieden, damit ich im Sommer auch das Freecooling nutzen kann. Voraussetzung für die Nutzung des Freecoolings ist jedoch, dass der Flächenkollektor in einer Tiefe von mind. 1,5 m verlegt wird – geringe Mehrkosten bei den Aushubarbeiten fallen an. Mir war aber natürlich bewusst, dass das Freecooling keine 100% Kühlung für das Gebäude ist
4. Wie zufrieden sind Sie damit?
Mit der Wärmepumpe bin ich sehr zufrieden. Ein Jahr lang beheizte ich mein Haus ohne Vollwärmeschutz. Es war überhaupt kein Problem, das Haus zu beheizen. Die Betriebskosten waren jedoch um ca. 35% höher als mit Vollwärmeschutz.
Nach 2 Jahren Freecooling kann ich sagen, dass ich damit sehr zufrieden bin – die Dachgeschosszimmer erwärmen sich bei einer Aussentemperatur von +35°C nur auf max. +24°C und dabei sind nur die Umwälzpumpen in Betrieb – kein Kompressor – ist somit sehr kostengünstig, da diese Pumpen eine sehr geringe Leistung haben.
5. Welche Kosten sind beim Kauf angefallen bzw. fallen jetzt im laufenden Betrieb an?
Da ich selbst Wärmepumpenanlagen plane und verkaufe, konnte ich mir natürlich bei meiner eigenen Wärmepumpe einiges an Investitionskosten einsparen.
Aber wahrscheinlich würden die Kosten für meine Wärmepumpenanlage inkl. Warmwasserbereitung samt Flächenkollektor und Installation ca. 25.000 bis 30.000 Euro betragen.
Die Betriebskosten pro Jahr für meine Wärmepumpenanlage betragen ca. 650 bis 700 Euro (190 m² beheizte Fläche, Warmwasserbereitung und Freecooling den ganzen Sommer lang). Ich könnte diese Betriebskosten sicher um ca. 5 bis 6 % noch senken, ich habe es aber gerne sehr warm und außer dem Schlafzimmer und Kinderzimmer haben alle Räume mindestens +23°C.
6. Hat sich die Investition bisher finanziell rentiert?
Da ich ein neues Haus gebaut habe und dies sowieso mit einer Heizungsanlage ausgestattet werden musste, kann ich sagen, dass sich die Investition für diese Wärmepumpenanlage auf alle Fälle rentiert hat.
7. Welche Tipps würden Sie jemanden geben, wenn sich jemand für eine Wärmepumpe interessiert?
Heutzutage ist es möglich, in jedem Haus eine Wärmepumpe zu installieren – es wird aber nicht immer die kostengünstigste Lösung sein. Eine Wärmepumpe arbeitet nur dann effizient, wenn sie auf Ihr Gebäude maßgeschneidert ist. Deshalb folgender Tipp: Eine fachgerechte Planung und Installation ist unbedingt erforderlich, damit die Wärmepumpe mit hohen Jahresarbeitszahlen glänzt.

Man erkennt, für welchen Energieträger sich die Befragten entscheiden würden, wenn sie derzeit ein Heizsystem auswählen könnten. Mit rund 25% ist die Wärmepumpe der meist genannte Energieträger. Von den befragten derzeitigen Wärmepumpen-Nutzern würden alle wieder eine Wärmepumpe auswählen. Aber auch für Nutzer anderer Heizsysteme, wäre sie ein Thema, wenn jetzt eine Umstellung anstehen würde. Interessant ist auch, dass sich nur ein Drittel der Befragten, die eine Ölheizung haben, sich wieder für eine Ölheizung entscheiden würden. Die Antworten zeigen die guten Perspektiven für die weitere Marktentwicklung der Wärmepumpe. (Umfrage: Marketmind in Auftrag der BEWAG; Anzahl der Befragten = 516)
Auch heute will ich wieder die Antworten eines Wärmepumpen-Besitzers vorstellen, der uns über Gründe und Argumente zum Betrieb einer Wärmepumpe Auskunft gegeben hat. Wir danken Herrn Ingenieur Steurer aus Oberwart für seine Antworten.
1. Seit wann setzen Sie auf die Wärmepumpe als Heizsystem?
Vor ca. 9 Jahren habe ich mich beruflich der Kältetechnik gewidmet. Anfangs befasste ich mich nur mit Splitklimaanlagen und Kaltwassersätzen, doch bald darauf spezialisierte ich mich auf Wärmepumpen. Alle Arten von Wärmepumpen habe ich geplant und verkauft. Für mich war damals schon klar, wenn ich mein eigenes Haus baue, wird das mit einer Wärmepumpe beheizt.
2. Welche Art von Wärmepumpe nutzen Sie?
Ich beheize mein Haus mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe – die Wärmequelle ist ein Flächenkollektor.
3. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Ich habe mich dafür entschieden, damit ich im Sommer auch das Freecooling nutzen kann. Voraussetzung für die Nutzung des Freecoolings ist jedoch, dass der Flächenkollektor in einer Tiefe von mind. 1,5 m verlegt wird – geringe Mehrkosten bei den Aushubarbeiten fallen an. Mir war aber natürlich bewusst, dass das Freecooling keine 100% Kühlung für das Gebäude ist
4. Wie zufrieden sind Sie damit?
Mit der Wärmepumpe bin ich sehr zufrieden. Ein Jahr lang beheizte ich mein Haus ohne Vollwärmeschutz. Es war überhaupt kein Problem, das Haus zu beheizen. Die Betriebskosten waren jedoch um ca. 35% höher als mit Vollwärmeschutz.
Nach 2 Jahren Freecooling kann ich sagen, dass ich damit sehr zufrieden bin – die Dachgeschosszimmer erwärmen sich bei einer Aussentemperatur von +35°C nur auf max. +24°C und dabei sind nur die Umwälzpumpen in Betrieb – kein Kompressor – ist somit sehr kostengünstig, da diese Pumpen eine sehr geringe Leistung haben.
5. Welche Kosten sind beim Kauf angefallen bzw. fallen jetzt im laufenden Betrieb an?
Da ich selbst Wärmepumpenanlagen plane und verkaufe, konnte ich mir natürlich bei meiner eigenen Wärmepumpe einiges an Investitionskosten einsparen.
Aber wahrscheinlich würden die Kosten für meine Wärmepumpenanlage inkl. Warmwasserbereitung samt Flächenkollektor und Installation ca. 25.000 bis 30.000 Euro betragen.
Die Betriebskosten pro Jahr für meine Wärmepumpenanlage betragen ca. 650 bis 700 Euro (190 m² beheizte Fläche, Warmwasserbereitung und Freecooling den ganzen Sommer lang). Ich könnte diese Betriebskosten sicher um ca. 5 bis 6 % noch senken, ich habe es aber gerne sehr warm und außer dem Schlafzimmer und Kinderzimmer haben alle Räume mindestens +23°C.
6. Hat sich die Investition bisher finanziell rentiert?
Da ich ein neues Haus gebaut habe und dies sowieso mit einer Heizungsanlage ausgestattet werden musste, kann ich sagen, dass sich die Investition für diese Wärmepumpenanlage auf alle Fälle rentiert hat.
7. Welche Tipps würden Sie jemanden geben, wenn sich jemand für eine Wärmepumpe interessiert?
Heutzutage ist es möglich, in jedem Haus eine Wärmepumpe zu installieren – es wird aber nicht immer die kostengünstigste Lösung sein. Eine Wärmepumpe arbeitet nur dann effizient, wenn sie auf Ihr Gebäude maßgeschneidert ist. Deshalb folgender Tipp: Eine fachgerechte Planung und Installation ist unbedingt erforderlich, damit die Wärmepumpe mit hohen Jahresarbeitszahlen glänzt.
Tags: Kühlung Wärmepumpenbesitzer Kosten






