Zufriedene Wärmepumpen-Kunden
von Werner Freiler, 16.12.09 um 13:00 Uhr, 0 Kommentare, Kommentar verfassen
Dieser Beitrag ist der Start einer kleinen Serie hier im Ökocenter-Blog. Wir haben in den vergangenen Wochen mehrere Erhebungen gemacht. Einerseits liegen Umfrageergebnisse aus dem Burgenland zur Nutzung diverser Heizsysteme vor; andererseits wollten wir auch genauer in einer qualitativen Befragung von Wärmepumpen-Nutzern wissen, wie zufrieden sie sind. Diese Beispiele zeigen, warum die Wärmepumpe eine attraktive Alternative ist.
Als Start finden Sie links eine Grafik. Sie zeigt, dass insbesondere die Wärmepumpen-Nutzer hoch zufrieden sind. Zum Vergleich: Während z.B. nur ein Drittel der Nutzer einer Ölheizung angibt, "sehr zufrieden" zu sein, sind es bei der Wärmepumpe knapp 80 Prozent. Kein einziger Befragter gab der Wärmepumpe eine schlechtere Note als 2. Die Umfrage wurde in burgenländischen Haushalten durchgeführt (Anzahl der Befragten=516; umgesetzt von Marketmind)
Ein Beispiel für die langjährige Nutzung der Wärmepumpe ist der Haushalt von Herrn Hirtenfelder aus der Gemeinde Minihof-Liebau (Bezirk Jennersdorf). Ihm haben wir einige Frage gestellt, hier seine Antworten.
1. Seit wann setzen Sie auf die Wärmepumpe als Heizsystem?
Bereits beim Neubau meines Einfamilienhauses habe ich 1982 eine Luft-Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung (währens der Sommermonate) angeschafft. Infolge des damaligen niedrigen Ölpreises wurde sie jedoch sehr selten eingesetzt bzw. war der Stromverbrauch ziemlich gleich teuer wie der Ölverbtrauch. Eine voll funktionstüchtige Wärmepumpenanlage (für Hauszentralheizung und Warmwasseraufbereitung) interessierte mich aber schon seit Jahren.
Da 2008 meine bisherige Zentralheizung (Öl) mit 26 Jahren
bereits in die Jahre gekommen war und eine wesentliche Erneuerung anstand
und gerade zu dieser Zeit der Ölpreis wieder einmal eine Eskapade nach oben vollführte war für mich die Zeit reif zum Umstieg auf Erdwärme.
2. Welche Art von Wärmepumpe nutzen Sie?Ich habe mich für einen Erdwärme-Flächenkollektor, IDM Wärmepumpe Terra-HGL 12 S/W, entschieden. Für die Hauszentralheizung und Warmwasserbereitung über Pufferspeicher mit Frischwassertechnik (Warmwasserstation mit Durchflussschalter und Plattentauscher)
3. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Vorher hatte ich ein kombiniertes, dreifaches Heizsystem (Öl, Holz, Luft-Wärmepumpe). Nun benötige ich nur noch diese eine Anlage für die Hauszentralheizung und Warmwasserbereitung. Keine weiteren Systeme sind erforderlich. Vorher hatte ich neben der Ölfeuerungsanlage noch die Möglichkeit über einen zweiten Festbrennstoffkessel zu heizen bzw. im Sommer Warmwasser über eine Luft-Wärmepumpe zu erzeugen.
Das bedeutete im Nachhinein gesehen hohe Anschaffungskosten ( 3 Systeme) und das Hin- und Herschalten hat eigentlich keine Einsparungen gebracht. Die neue Anlage ist sehr umweltfreundlich – ich benötige auch weiters für diese Anlage keinen Kamin. Und, der Ölpreis kann mir in Zukunft einfach schnuppe sein!
4. Wie zufrieden sind Sie damit?
Meine neue Wärmepumpenanlage (Erdwärme) ist seit September in Betrieb und funktioniert einwandfrei. Ich habe einen sauberen, staubfreien Heizraum und einen weiteren Kellerraum (ehemaliger Tankraum) zur Verfügung.
5. Welche Kosten sind beim Kauf angefallen bzw. fallen jetzt im laufenden
Betrieb an?
An Material und Verlegung des Flächenkollektors fielen ca 3.000 Euro (inkl. Eigenleistungen/Verlegearbeiten) an, der Umbau des Zählerkasten (eigener Stromzähler für Wärmepumpe)machte ca. 500 Euro aus, die Wärmepumpenanlage, Pufferspeicher (komplette Montage/Inbetriebnahme) kostete ca 18.200 Euro.
Zu den laufenden Kosten kann ich noch nicht allzu viel sagen - die Heizung ist erst seit September in Betrieb. Nur soviel: In den Monaten September und Oktober habe ich für die Warmwasseraufbereitung – laut meinen bisherigen Stromaufzeichnungen und gegenüber der alten Warmwasseraufbereitung mit Öl – um ca. zwei Drittel weniger Kosten.
6. Hat sich die Investition bisher finanziell rentiert?
Meine Investition rentierte sich bereits ab dem ersten Betriebstag durch die Senkung der bisherigen Betriebskosten um ca. zwei Drittel.
Neben dieser laufenden Betriebskostenersparnis gegenüber früher, gibt es derzeit auch hohe Förderungen des Bundes (2.500 Euro) sowie des Landes Bgld.(2.500 Euro für Erwärmepumpen für Hauszentralheizung und 850 Euro für Wärmepumpen für Warmwasseraufbereitung) – NICHT ZU VERGESSEN die Förderung der BEWAG mit dem Wärmepumpenscheck in der Höhe von 700 Euro!
Meine Nettokosten der neuen Erdwärmeheizung betragen: 21.700 Euro abzüglich der Förderung von 6.550 Euro – das macht 15.150 Euro.
Durch die Einsparung von über zwei Drittel an Betriebskosten rechne ich mit einer Wärmepumpen-Amortisationszeit von ca. 10 Jahren, bei einer Lebensdauer von ca. 25 Jahren für die Wärmepumpe/Pufferspeicher und ca. 80 Jahren für den Flächenkollektor.
7. Welche Tipps würden Sie jemanden geben, wenn sich jemand für eine
Wärmepumpe interessiert?
Holen Sie sich umgehend einen Heizungsfachmann ihres Vertrauens ins Haus.
Erheben Sie die Energiedaten des Hauses (Energieausweis) – zuerst aber die Schwachstellen der Wärmedämmung des Hauses beheben. Prüfen Sie, welche Form der Erdwärme möglich ist (Erdwärme-Flächenkollektor, Tiefenkollektor, Luft-Wärmepumpe etc.), holen Sie Kosten ein, checken Sie die Förderungen ab und setzen Sie das Projekt zu rasch wie möglich um.
Als Start finden Sie links eine Grafik. Sie zeigt, dass insbesondere die Wärmepumpen-Nutzer hoch zufrieden sind. Zum Vergleich: Während z.B. nur ein Drittel der Nutzer einer Ölheizung angibt, "sehr zufrieden" zu sein, sind es bei der Wärmepumpe knapp 80 Prozent. Kein einziger Befragter gab der Wärmepumpe eine schlechtere Note als 2. Die Umfrage wurde in burgenländischen Haushalten durchgeführt (Anzahl der Befragten=516; umgesetzt von Marketmind)Ein Beispiel für die langjährige Nutzung der Wärmepumpe ist der Haushalt von Herrn Hirtenfelder aus der Gemeinde Minihof-Liebau (Bezirk Jennersdorf). Ihm haben wir einige Frage gestellt, hier seine Antworten.
1. Seit wann setzen Sie auf die Wärmepumpe als Heizsystem?
Bereits beim Neubau meines Einfamilienhauses habe ich 1982 eine Luft-Wärmepumpe für die Warmwasserbereitung (währens der Sommermonate) angeschafft. Infolge des damaligen niedrigen Ölpreises wurde sie jedoch sehr selten eingesetzt bzw. war der Stromverbrauch ziemlich gleich teuer wie der Ölverbtrauch. Eine voll funktionstüchtige Wärmepumpenanlage (für Hauszentralheizung und Warmwasseraufbereitung) interessierte mich aber schon seit Jahren.
Da 2008 meine bisherige Zentralheizung (Öl) mit 26 Jahren
bereits in die Jahre gekommen war und eine wesentliche Erneuerung anstand
und gerade zu dieser Zeit der Ölpreis wieder einmal eine Eskapade nach oben vollführte war für mich die Zeit reif zum Umstieg auf Erdwärme.
2. Welche Art von Wärmepumpe nutzen Sie?Ich habe mich für einen Erdwärme-Flächenkollektor, IDM Wärmepumpe Terra-HGL 12 S/W, entschieden. Für die Hauszentralheizung und Warmwasserbereitung über Pufferspeicher mit Frischwassertechnik (Warmwasserstation mit Durchflussschalter und Plattentauscher)
3. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Vorher hatte ich ein kombiniertes, dreifaches Heizsystem (Öl, Holz, Luft-Wärmepumpe). Nun benötige ich nur noch diese eine Anlage für die Hauszentralheizung und Warmwasserbereitung. Keine weiteren Systeme sind erforderlich. Vorher hatte ich neben der Ölfeuerungsanlage noch die Möglichkeit über einen zweiten Festbrennstoffkessel zu heizen bzw. im Sommer Warmwasser über eine Luft-Wärmepumpe zu erzeugen.
Das bedeutete im Nachhinein gesehen hohe Anschaffungskosten ( 3 Systeme) und das Hin- und Herschalten hat eigentlich keine Einsparungen gebracht. Die neue Anlage ist sehr umweltfreundlich – ich benötige auch weiters für diese Anlage keinen Kamin. Und, der Ölpreis kann mir in Zukunft einfach schnuppe sein!
4. Wie zufrieden sind Sie damit?
Meine neue Wärmepumpenanlage (Erdwärme) ist seit September in Betrieb und funktioniert einwandfrei. Ich habe einen sauberen, staubfreien Heizraum und einen weiteren Kellerraum (ehemaliger Tankraum) zur Verfügung.
5. Welche Kosten sind beim Kauf angefallen bzw. fallen jetzt im laufenden
Betrieb an?
An Material und Verlegung des Flächenkollektors fielen ca 3.000 Euro (inkl. Eigenleistungen/Verlegearbeiten) an, der Umbau des Zählerkasten (eigener Stromzähler für Wärmepumpe)machte ca. 500 Euro aus, die Wärmepumpenanlage, Pufferspeicher (komplette Montage/Inbetriebnahme) kostete ca 18.200 Euro.
Zu den laufenden Kosten kann ich noch nicht allzu viel sagen - die Heizung ist erst seit September in Betrieb. Nur soviel: In den Monaten September und Oktober habe ich für die Warmwasseraufbereitung – laut meinen bisherigen Stromaufzeichnungen und gegenüber der alten Warmwasseraufbereitung mit Öl – um ca. zwei Drittel weniger Kosten.
6. Hat sich die Investition bisher finanziell rentiert?
Meine Investition rentierte sich bereits ab dem ersten Betriebstag durch die Senkung der bisherigen Betriebskosten um ca. zwei Drittel.
Neben dieser laufenden Betriebskostenersparnis gegenüber früher, gibt es derzeit auch hohe Förderungen des Bundes (2.500 Euro) sowie des Landes Bgld.(2.500 Euro für Erwärmepumpen für Hauszentralheizung und 850 Euro für Wärmepumpen für Warmwasseraufbereitung) – NICHT ZU VERGESSEN die Förderung der BEWAG mit dem Wärmepumpenscheck in der Höhe von 700 Euro!
Meine Nettokosten der neuen Erdwärmeheizung betragen: 21.700 Euro abzüglich der Förderung von 6.550 Euro – das macht 15.150 Euro.
Durch die Einsparung von über zwei Drittel an Betriebskosten rechne ich mit einer Wärmepumpen-Amortisationszeit von ca. 10 Jahren, bei einer Lebensdauer von ca. 25 Jahren für die Wärmepumpe/Pufferspeicher und ca. 80 Jahren für den Flächenkollektor.
7. Welche Tipps würden Sie jemanden geben, wenn sich jemand für eine
Wärmepumpe interessiert?
Holen Sie sich umgehend einen Heizungsfachmann ihres Vertrauens ins Haus.
Erheben Sie die Energiedaten des Hauses (Energieausweis) – zuerst aber die Schwachstellen der Wärmedämmung des Hauses beheben. Prüfen Sie, welche Form der Erdwärme möglich ist (Erdwärme-Flächenkollektor, Tiefenkollektor, Luft-Wärmepumpe etc.), holen Sie Kosten ein, checken Sie die Förderungen ab und setzen Sie das Projekt zu rasch wie möglich um.
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