2. Energie Forum Burgenland
von Günter Clauss, 16.10.09 um 13:02 Uhr, 0 Kommentare, Kommentar verfassen
Wie hier im Ökocenter angekündigt, fand vergangenen Donnerstag das 2. Energie Forum Burgenland statt.
Rund 150 Teilnehmer besuchten die Expertenveranstaltung, bei der neben den Podiumsgästen auch eine Vielzahl an Unternehmen aus den Bereichen Windenergie, Biomasse und Photovoltaik sowie Partner und Großkunden über die aktuellen Entwicklungen in der Energiebranche diskutieren. Wesentliche Diskussionsthemen waren dabei die Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energie und die damit verbundene Frage der Finanzierbarkeit.
Es ist gut zu sehen, dass die gesamte Politik des Burgenlands hinter dem Ziel steht, bis 2013 100% des burgenländischen Stroms aus erneuerbarer Energie zu erzeugen. Sowohl Landeshauptmann Niessl wie auch Landeshauptmann-Stellvertreter Steindl unterstrichen die Bedeutung dieses Ziels. Zugleich kam auch eine kräftige Forderung nach deutlich besseren Rahmenbedingungen, insbesondere einem höheren Einspeisetarif für Windkraft. Derzeit wird ja die Ökostrom-Verordnung vorbereitet. Siehe auch meinen Beitrag dazu vor einigen Wochen.
Dass das so oft gebrachte Argument der zu hohen Kosten für Windkraft nicht stimmt, wurde auch gestern mehrmals konstatiert. Einerseits ist der Strompreis in Österreich im Vergleich zu unseren Nachbarländern geringer. Insbesondere Deutschland und Italien liegen deutlich höher als Österreich; das Ziel der E-Control, alles einer einer Strompreissenkung unterzuordnen, ist somit absurd. Zweitens macht der Windstrom den Preis z.B. an de Leipziger Strombörse um 7 Prozent günstiger. (der sog. Merrit Order Effekt)
Hermann Scheer, Träger der Alternativ-Nobelpreises und einer der anerkanntesten internationalen Experten in Sachen erneuerbare Energie, stellte dem Ökostromgesetz in Österreich kein gutes Zeugnis aus. Es wäre "peinlich", wie mit den Rahmenbedingungen für Ökostromanlagen umgegangen würde. Scheer gilt als einer der Erfinder des deutschen Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), das für einen gigantischen Boom in der Windkraft und Photovoltaik gesorgt hat und international als erfolgreiche Referenz gilt.
Der Weg des Burgenlands wird von allen Beteiligten als richtig gesehen. Mit unseren regionalen Voraussetzungen müssen wir auf unsere Stärkefelder konzentrieren. Da spielt die Windkraft insbesondere im Nordburgenland eine wesentliche Rolle, die über die Grenzen des Burgenlands hinausreicht. Schon heute ist manchen Tagen die Leistung der Windkraft höher als der Bedarf. Mit Hilfe der 380 kV-Leitung kann der Strom jedoch erfolgreich abtransportiert werden. Bereits 2006 Austrian Wind Power als erster österreichischer Ökostromproduzent die magische Marke von 1 Milliarde kWh, mittlerweile wurde die 2,5 Milliarden-Marke überschritten. Jährlich können rund 33 Millionen Liter Erdöl eingespart werden – das entspricht einer CO2-Reduktion von über 350.000 Tonnen.
Das Burgenland ist Vorreiter in der Nutzung von Ökoenergie und will diese Rolle auch weiterhin konsequent ausbauen.
Fotos zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link:
2. Energie Forum Burgenland
Rund 150 Teilnehmer besuchten die Expertenveranstaltung, bei der neben den Podiumsgästen auch eine Vielzahl an Unternehmen aus den Bereichen Windenergie, Biomasse und Photovoltaik sowie Partner und Großkunden über die aktuellen Entwicklungen in der Energiebranche diskutieren. Wesentliche Diskussionsthemen waren dabei die Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energie und die damit verbundene Frage der Finanzierbarkeit.Es ist gut zu sehen, dass die gesamte Politik des Burgenlands hinter dem Ziel steht, bis 2013 100% des burgenländischen Stroms aus erneuerbarer Energie zu erzeugen. Sowohl Landeshauptmann Niessl wie auch Landeshauptmann-Stellvertreter Steindl unterstrichen die Bedeutung dieses Ziels. Zugleich kam auch eine kräftige Forderung nach deutlich besseren Rahmenbedingungen, insbesondere einem höheren Einspeisetarif für Windkraft. Derzeit wird ja die Ökostrom-Verordnung vorbereitet. Siehe auch meinen Beitrag dazu vor einigen Wochen.
Dass das so oft gebrachte Argument der zu hohen Kosten für Windkraft nicht stimmt, wurde auch gestern mehrmals konstatiert. Einerseits ist der Strompreis in Österreich im Vergleich zu unseren Nachbarländern geringer. Insbesondere Deutschland und Italien liegen deutlich höher als Österreich; das Ziel der E-Control, alles einer einer Strompreissenkung unterzuordnen, ist somit absurd. Zweitens macht der Windstrom den Preis z.B. an de Leipziger Strombörse um 7 Prozent günstiger. (der sog. Merrit Order Effekt)
Hermann Scheer, Träger der Alternativ-Nobelpreises und einer der anerkanntesten internationalen Experten in Sachen erneuerbare Energie, stellte dem Ökostromgesetz in Österreich kein gutes Zeugnis aus. Es wäre "peinlich", wie mit den Rahmenbedingungen für Ökostromanlagen umgegangen würde. Scheer gilt als einer der Erfinder des deutschen Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), das für einen gigantischen Boom in der Windkraft und Photovoltaik gesorgt hat und international als erfolgreiche Referenz gilt.
Der Weg des Burgenlands wird von allen Beteiligten als richtig gesehen. Mit unseren regionalen Voraussetzungen müssen wir auf unsere Stärkefelder konzentrieren. Da spielt die Windkraft insbesondere im Nordburgenland eine wesentliche Rolle, die über die Grenzen des Burgenlands hinausreicht. Schon heute ist manchen Tagen die Leistung der Windkraft höher als der Bedarf. Mit Hilfe der 380 kV-Leitung kann der Strom jedoch erfolgreich abtransportiert werden. Bereits 2006 Austrian Wind Power als erster österreichischer Ökostromproduzent die magische Marke von 1 Milliarde kWh, mittlerweile wurde die 2,5 Milliarden-Marke überschritten. Jährlich können rund 33 Millionen Liter Erdöl eingespart werden – das entspricht einer CO2-Reduktion von über 350.000 Tonnen.
Das Burgenland ist Vorreiter in der Nutzung von Ökoenergie und will diese Rolle auch weiterhin konsequent ausbauen.
Fotos zur Veranstaltung finden Sie unter folgendem Link:
2. Energie Forum Burgenland
Tags: Energie Forum Burgenland Windrekord Austrian Wind Power Energie Burgenland






