Nach Einspeisetarif-Verordnung: Entwicklung neuer Projekte im Burgenland

Wirtschaftsminister Mitterlehner hat vergangene Woche im Einvernehmen mit seinen Regierungskollegen Hundstorfer und Berlakovich einen ausreichend hohen Einspeisetarif für Windenergie beschlossen. Damit wurden nach Jahren des politischen Stillstands die Rahmenbedingungen geschaffen, die einen wirtschaftlichen Ausbau der Ökostromproduktion aus Windkraft in Österreich und damit auch im Burgenland ermöglichen. (die Tarifverordnung finden sie hier)

Jetzt sind die Projektentwickler gefordert, geeignete Flächen zu finden und Windparks zu planen.

Windpark21Viel ist noch zu tun. Im Burgenland wurden Potenzialzonen untersucht und dem Raumplanungsbeirat vorgelegt. Innerhalb dieser so genannten Eignungszonen ist ein weiterer Ausbau der Windenergie im Burgenland möglich und sinnvoll. Für Standorte in diesen Eignungszonen werden nun die Widmungsverfahren, die Strategische Umweltprüfung (SUP) und nachfolgend die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) begonnen. Sorgfältig, unter Berücksichtigung von Umweltschutz, Naturschutz, Windsituation und verfügbarer Windenergieanlagen wird nun geplant. Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Parndorfer Platte. Die hier herrschende Windsituation ist vergleichbar mit guten Onshore-Standorten an der Küste Norddeutschlands.

Die Austrian Wind Power GmbH, ein Tochterunternehmen der BEWAG GRUPPE, möchte hier die Möglichkeiten nutzen und Standorte realisieren. Mit Hochdruck wird an den Projekten gearbeitet, um alle vorgeschriebenen Voraussetzungen für die Anerkennung zur Ökostromanlage zu erfüllen. Erst danach ist es möglich, einen Vertrag mit der OeMag (Ökostromabwicklungsstelle) zu schließen und den produzierten Ökostrom zum verordneten Einspeisetarif zu verkaufen. Die Zeit drängt, denn die Einspeiseverordnung gilt vorerst nur bis 31.12.2010 . Danach könnte wieder ein anderer, möglicherweise niedrigerer Einspeisetarif verordnet werden. Aus der Sicht der Investoren ist dieser derzeit ausreichend, um Projekte über eine Laufzeit von 15 Jahren wirtschaftlich darzustellen und das unternehmerische Risiko abzudecken. Ein geringerer Einspeisetarif könnte so manchen Investitionsplan zunichte machen.

Sonnenblumen64Die Primärenergiequelle Wind ist unerschöpflich, kostenlos und vor allem kann sie keiner, so wie Gas, abdrehen. Nutzen wir das vorhandene Potenzial des Windes und das offene Zeitfenster zur sinnvollen Investition und leisten damit auch einen Beitrag zur Erreichung der Energie und Klimaziele.

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